Die Münze (griechisch: nomisma, lateinisch: nummus) nimmt in der Numismatik (der Lehre vom Geld) eine zentrale Stellung ein.

Doch auch sämtliche übrigen geldgeschichtlichen Zeugnisse, wie z.B. vormünzliche Zahlungsmittel, Papiergeld, Marken und Zeichen, Münzwaagen oder urkundliche Belege gehören in diesen Bereich. Medaillen und Plaketten zählen als münzähnliche Erinnerungs- und Schauobjekte traditionell ebenfalls zu den numismatischen Studienobjekten, obgleich ihnen keinerlei Geldcharakter zukommt.

Die ersten Münzen entstanden im frühen 7. Jahrhundert in Kleinasien in Form kleiner Edelmetallstücke, die spezifische Stempelungen als hoheitliche Gütezeichen tragen. Schon in der Antike fungierte die Münze nicht allein als reines Zahlungsmittel. Sie entwickelte sich bald zu einem staatlichen Massenmedium, das dem Betrachter in Bild und Schrift religiöse, mythologische oder politische Themen, das Selbstverständnis der Herrschenden, die Symbole der Staatsmacht oder bedeutende Ereignisse vermittelte.

Die mannigfachen Aspekte der Geschichte, Kultur und Kunst des Geldes, seiner Funktion und organisatorischer Hintergründe, seines Erscheinungsbildes, seiner unterschiedlichen Formen und Herstellungstechniken, machen die Numismatik nicht nur für den Wissenschaftler, sondern auch für den interessierten Laien und Sammler zu einem höchst reizvollen und lohnenswerten Beschäftigungsfeld.

In meiner Rubrik „Geldgeschichten“ finden Sie einige numismatische Beiträge aus dem weiten Feld der Numismatik, die Sie per Mausklick auf die Kurztitel zur Linken öffnen können.